Les coulisses de la nutrition 2 Min. 03/11/2025

Was ist der richtige Proteingehalt in Hundetrockenfutter?

Wozu dienen Proteine für den Hund?

Proteine bestehen aus Ketten von Aminosäuren, von denen einige als essenziell bezeichnet werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Sie sind unerlässlich für:

  • den Aufbau und die Erhaltung der Muskeln,
  • die Zellregeneration,
  • die Produktion von Enzymen und Hormonen,
  • die ordnungsgemäße Funktion des Immunsystems.

Der Proteinbedarf variiert je nach Alter, physiologischem Zustand (Wachstum, Trächtigkeit, Laktation), Grad der körperlichen Aktivität, aber auch nach Kastration. Ein gesunder erwachsener Hund hat nicht den gleichen Bedarf wie ein wachsender Welpe, ein kastrierter Hund oder ein Sporthund. Es ist theoretisch möglich, dass ein Hund mit sehr wenig Protein überleben kann.

Aber „überleben“ ist nicht „gut leben“. Eine unzureichende Zufuhr kann zu Mangelerscheinungen, Muskelschwund, einer Schwächung des Immunsystems und einem Vitalitätsverlust führen. Umgekehrt fördert eine optimierte, aber nicht übermäßige Zufuhr das allgemeine Wohlbefinden und die Langlebigkeit des Tieres.

Was sind essenzielle Aminosäuren und warum sind sie wichtiger als die reine Proteinmenge?

Proteine bestehen aus Aminosäuren, die die "Bausteine" sind, die der Körper verwendet, um seine eigenen Proteine (Muskeln, Enzyme usw.) aufzubauen. Unter diesen Aminosäuren werden einige als "essenziell" bezeichnet, da der Hund sie nicht selbst herstellen kann: Sie müssen unbedingt über die Nahrung zugeführt werden. Bei Hunden gibt es 10 essenzielle Aminosäuren.

Selbst wenn ein Trockenfutter viel Protein enthält, wenn diese essenziellen Aminosäuren nicht in ausreichender Menge und im richtigen Gleichgewicht vorhanden sind, kann der Körper diese Proteine nicht effizient nutzen. Der Überschuss wird in stickstoffhaltige Abfallprodukte umgewandelt und dann über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Anders ausgedrückt: Es kommt nicht auf die "Menge" an Proteinen an, sondern auf die "richtige" Menge an essenziellen Aminosäuren. Auf Trockenfutterverpackungen entspricht der angegebene Proteingehalt dem Rohprotein. Dieser Wert wird durch Analyse des Stickstoffgehalts ermittelt, ohne zwischen hochwertigen Proteinen (reich an essenziellen Aminosäuren, hochverdaulich) und minderwertigen Proteinen (wie Kollagen oder bestimmten pflanzlichen Proteinen) zu unterscheiden.

Deshalb kann man die Qualität eines Futters nicht allein anhand des Prozentsatzes an Rohprotein beurteilen: Man muss die Qualität der Proteine kennen, d.h. ihre Verdaulichkeit und ihre Fähigkeit, den gesamten Aminosäurebedarf des Hundes zu decken. So können zwei Futtermittel, die 30 % Rohprotein aufweisen, in Bezug auf den Nährwert radikal unterschiedlich sein.

Warum beeinflusst die Energiedichte des Trockenfutters den richtigen Proteingehalt?

Ein Proteingehalt, der in Prozent ausgedrückt wird, reicht nicht aus. Man muss auch die Energiedichte des Futters berücksichtigen. Ein Trockenfutter mit 30 % Protein, aber sehr kalorienreich (z.B. 400 kcal/100 g), liefert weniger Protein pro Kalorie als ein weniger kalorienreiches Trockenfutter (z.B. 320 kcal/100 g). Beispiel:

  • Trockenfutter A: 30 % Protein / 320 kcal → proteinreicher pro Kalorie
  • Trockenfutter B: 30 % Protein / 400 kcal → stärker mit Protein verdünnt

Daher ist es wichtig, einen genaueren Indikator zu berechnen: das Protein-Kalorien-Verhältnis (PCV).

Was ist das Protein-Kalorien-Verhältnis (PCV) und wie wird es berechnet?

Das Protein-Kalorien-Verhältnis (PCV) ist ein Indikator, der die Menge an Protein pro 1000 kcal Futter misst. Es wurde ursprünglich für hausgemachte Rationen entwickelt und ist besonders relevant für industrielles Trockenfutter, bei dem die Proteinqualität unbekannt ist. Es ermöglicht festzustellen, ob die Proteinversorgung ausreichend ist, selbst ohne die genaue Qualität der Proteine zu kennen.

Formel für das PCV:

PCV (g/Mcal) = (Proteingehalt %) / (Energiedichte in kcal/100g) × 1000

Empfehlungen für den Proteinbedarf von Hunden je nach Profil:

  • 55 für kleine Hunde (<10 kg)
  • 60 für mittelgroße Hunde (10–25 kg)
  • 65 für große Hunde (>25 kg)
  • >75 für kastrierte, wachsende oder ältere Hunde
  • >100 für übergewichtige Hunde

Praxisbeispiel: Trockenfutter: 30 % Protein – 350 kcal/100 g → PCV = (30 / 350) × 1000 = 85 → geeignet für einen kastrierten Hund, aber etwas knapp für einen übergewichtigen Hund

Sollte man den höchstmöglichen Proteingehalt im Trockenfutter anstreben?

Viele Besitzer glauben, dass je mehr Protein ein Trockenfutter enthält, desto besser. Der Organismus eines gesunden Hundes ist in der Lage, einen Überschuss an Proteinen zu verarbeiten. Diese werden entweder als Energiequelle genutzt, in Fett umgewandelt oder über Harnstoff ausgeschieden. Bei gesunden erwachsenen Hunden wurde kein "toxischer" Schwellenwert nachgewiesen, selbst bei einer Zufuhr von über 35 %. Allerdings kann ein unpassender Überschuss das Darmmikrobiom stören und zu weichem, übelriechendem Kot führen oder den Darm ansäuern, was bestimmte Haut- oder Verdauungsungleichgewichte begünstigt. Das Problem liegt also nicht so sehr im Proteingehalt, sondern in dessen Qualität, Verdaulichkeit und der Eignung für das Tierprofil. Ein weiterer zu berücksichtigender Punkt ist die Herstellung des Trockenfutters.

Tierische oder pflanzliche Proteine?

Tierische Proteine (Fleisch, Ei, Fisch) sind im Allgemeinen vollständiger, da sie alle essenziellen Aminosäuren in den für Hunde geeigneten Proportionen enthalten. Aber Vorsicht: Nicht alle tierischen Proteine sind gleichwertig. Proteine aus Kollagen, Elastin, die in Häuten, Sehnen oder Lungen vorkommen, sind arm an essenziellen Aminosäuren. Sie haben daher einen begrenzten Nährwert, selbst wenn sie den angegebenen Rohproteingehalt erhöhen. Pflanzliche Proteine (Erbsen, Mais, Reis, Soja...) sind ihrerseits mehr oder weniger verdaulich (je nach Faserreichtum) und weisen ein unvollständiges Aminosäureprofil auf. Zum Beispiel können sie an Lysin oder Methionin mangeln. Um einen vollständigen Ernährungsnutzen zu erzielen, müssen sie miteinander kombiniert oder mit tierischen Proteinen ergänzt werden.

Es gibt keinen universell idealen Wert. Der richtige Proteingehalt hängt vom Hund, seinem Lebensstil, seiner Physiologie und der Qualität der Rohstoffe ab. Ein aktiver oder kastrierter erwachsener Hund hat nicht den gleichen Bedarf wie ein Welpe oder ein sesshafter Senior. Um jedoch für die meisten Hundeprofile geeignet zu sein, sollte der angegebene Rohproteingehalt mindestens 28 % betragen, was jedoch nicht deren Qualität garantiert, aber ein quantitatives Minimum sicherstellt. Mein Rat:

  • Berechnen Sie das PCV, anstatt sich auf den Rohprozentsatz zu verlassen.
  • Bevorzugen Sie seriöse und transparente Marken.
  • Passen Sie die Ernährung an Ihren Hund an, nicht an die Mode!
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Camille-Tipps

Les croquettes sont des aliments industriels fabriqués selon un processus d’extrusion, qui nécessite une certaine quantité d’amidon pour obtenir une bonne texture et une forme stable. Or, les croquettes très riches en protéines (au-delà de 36 %) contiennent moins d’amidon. Moins d’amidon, cela signifie que la croquette peut être plus difficile à fabriquer de manière constante, ce qui augmente le risque de variations entre les lots. Ces variations peuvent affecter la digestibilité de l’aliment d’un lot à l’autre, en particulier pour les chiens sensibles.

Camille Coste, agronome spécialisée en nutrition canine et féline

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