Welcher Hund eignet sich zum Wandern?
Die gute Nachricht ist, dass ALLE Hunde Wandern können. Natürlich hat jeder sein eigenes Niveau, Alter, Wehwehchen... Deshalb sollte die Aktivität immer gut an Ihren Begleiter angepasst werden.

Das Alter des Hundes
Wandern ist eine Aktivität mit geringer Gelenkbelastung und kann bereits mit jungen Hunden begonnen werden. Wenn Ihr Welpe zwei Monate alt ist, werden Sie natürlich nicht so viel wandern wie mit einem erwachsenen Hund!
Spaziergänge sind schon im jüngsten Alter möglich, aber man sollte kurze Ausflüge bevorzugen, wenn Ihr Welpe jung ist (15-20 Min.), und die Dauer allmählich steigern. Wandern ist auch sehr vorteilhaft für Senioren: Es hilft, die körperliche Aktivität aufrechtzuerhalten, die Gelenke sanft zu beanspruchen, um deren Versteifung zu vermeiden, und die Muskelmasse zu erhalten.
Auch hier gilt: Wenn Ihr Begleiter unter Gelenkschmerzen oder Arthrose leidet, liegt es an Ihnen, die Dauer und den Schwierigkeitsgrad des Spaziergangs anzupassen. Selbst 5 Minuten am Tag für die Ältesten sind immer gut für die Moral!
Vorsichtsmaßnahmen
Obwohl alle Hunde in der Lage sind zu gehen, gibt es dennoch Fälle, in denen einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen:
- Hunde mit Herzproblemen: Konsultieren Sie zuerst Ihren Tierarzt, der gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen (Echokardiographie) durchführen oder eine Behandlung einleiten kann, wenn er dies für notwendig hält. Er/Sie wird grünes Licht für jegliche körperliche Aktivität geben.
- Brachyzephale Rassen mit sehr kurzer Schnauze, wie Bulldoggen, Möpse, Boxer... Diese Rassen haben oft eine eingeschränkte Atemkapazität (Brachyzephales Syndrom: verengte Nasenlöcher, sehr langes Gaumensegel, manchmal sogar Probleme am Trachealeingang), aber auch eine eingeschränkte Hechelkapazität: Sie haben daher Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Für diese Art von Hund zögern Sie nicht, auch Ihren Tierarzt für allgemeine Ratschläge zu konsultieren.
- Seniorenhunde mit Arthrose: Körperliche Aktivität ist oft vorteilhaft, aber wenn andere Risiken (wie das eines Bandscheibenvorfalls) bestehen, muss sie moderiert und bestimmte Aktivitäten vermieden werden. Auch hier sollten Sie Ihren Tierarzt um Rat fragen.
Die Bedingungen
Nun, da Sie wissen, welcher Hund wandern kann, fragen Sie sich vielleicht immer noch, unter welchen Bedingungen diese Aktivität ausgeübt werden sollte. Ihr Hund kann (und will!) Sie bei fast jedem Wetter begleiten, ob es regnet, stürmt oder schneit. Achten Sie jedoch darauf, die Dauer oder die Uhrzeit des Spaziergangs bei bestimmten Bedingungen anzupassen.
Achten Sie daher auf Temperaturanstiege. Wenn die Temperatur steigt, reguliert der Hund seine eigene Temperatur durch Hecheln. Dieser Modus der Thermoregulation ist jedoch nicht so effizient wie das Schwitzen, und Hunde neigen eher als wir dazu, einen "Hitzschlag" zu erleiden: eine Überhitzung, die durch Anstrengung und äußere Bedingungen verursacht wird. Ein Hitzschlag kann sehr ernst sein und sogar bei Temperaturen auftreten, die Ihnen angemessen erscheinen (zum Beispiel im Frühling, wenn die Temperatur beginnt, auf 20 Grad zu steigen, während sie zuvor kaum 15 Grad überschritt).
Achten Sie auf Ihren Begleiter, gehen Sie in den kühlsten Stunden spazieren und stellen Sie immer sicher, dass Sie Zugang zu Wasser haben, um ihn bei Bedarf zu erfrischen.
Achten Sie auch auf das Vorhandensein von Schnee. Für langhaarige Hunde oder Hunde mit viel Fell zwischen den Zehen können Ausflüge in den Schnee eine echte Qual sein: Schneebälle im Fell, zwischen den Zehen...
Zögern Sie nicht, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen (Scheren des Fells zwischen den Zehen, Verwendung von Vaseline, um die Bildung von Schneebällen zu begrenzen, T-Shirt...) vor dem Spaziergang. Achten Sie auch auf die Aufnahme von Schnee am Straßenrand, der oft voll mit Salz ist und eine Vergiftung verursachen kann. Überwachen Sie auch das Vorhandensein von Regen bei niedrigen Temperaturen. Nehmen Sie unter solchen Umständen immer ein Handtuch und etwas zum Aufwärmen Ihres Hundes mit. Wenn Sie wandern gehen, zögern Sie nicht, eine Rettungsdecke mitzunehmen. Eine Hypothermie ist möglich, insbesondere bei einem kurzhaarigen und jungen Hund, der nach Beendigung der Aktivität auskühlen wird. Bereiten Sie schließlich für Wanderungen auf abrasivem Untergrund (Berge, Sand...) die Pfoten Ihres Begleiters mit einer feuchtigkeitsspendenden Salbe und einer gerbenden Lösung vor.