Häufige Gesundheitsprobleme bei Hunden und wie man sie verhindert

Hunde können im Laufe ihres Lebens anfällig für verschiedene Gesundheitsprobleme sein. Während einige Beschwerden harmlos und leicht zu behandeln sind, können andere ihr Wohlbefinden und ihre Lebenserwartung erheblich beeinträchtigen. Zu den häufigsten Störungen gehören dermatologische Probleme, Mund- und Zahnerkrankungen sowie Fettleibigkeit und deren Auswirkungen auf die Gelenke. Obwohl diese Krankheiten häufig sind, sind sie kein unabwendbares Schicksal: Eine gute Vorbeugung und frühzeitige Behandlung können ihre Auswirkungen begrenzen und den Hunden eine bessere Lebensqualität ermöglichen. Um Ihnen dabei zu helfen, mehr Klarheit zu gewinnen, enthülle ich in diesem Artikel die häufigsten Gesundheitsprobleme bei Hunden, ihre Ursachen, ihre Symptome und die wesentlichen Präventionsmaßnahmen, mit praktischen Ratschlägen aus meiner Erfahrung als Tierärztin, spezialisiert auf Ernährung.
Dermatologische Probleme
Dermatologische Erkrankungen bei Hunden haben vielfältige Ursachen. Häufige Symptome sind Juckreiz in Verbindung mit Pickeln und Hautausschlägen. Das Fell kann stumpf, fettig und/oder schuppig sein.
Äußere Parasiten gehören zu den häufigsten Ursachen. Flöhe sind für die allergische Flohdermatitis (FAD) verantwortlich, die starken Juckreiz verursacht. Es ist selten, sie am Hund zu beobachten, da der Floh viel Zeit in der Umgebung verbringt und nur zum Fressen auf den Hund kommt. Vorsicht also: Das visuelle Fehlen von Flöhen bedeutet nicht, dass sie nicht vorhanden sind. Flöhe sind die am häufigsten gefundenen Parasiten bei Juckreiz bei unseren Hunden und Katzen. Die kanine atopische Dermatitis (CAD) ist eine chronische entzündliche Hauterkrankung, die bei Hunden recht häufig vorkommt.
Sie ist genetisch bedingt und führt zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Umgebungsallergenen (Milben, Pollen, Schimmelpilze...). Sie äußert sich durch starken Juckreiz (Pruritus), Rötungen, Hautverdickungen und manchmal sekundäre Infektionen (bakteriell oder Pilz) aufgrund von Kratzen. Die Läsionen treten am häufigsten im Gesicht, an den Ohren, Pfoten und am Bauch auf. Schließlich können bestimmte endokrine Störungen (Hypothyreose oder Hyperkortisolismus) die Haut und das Fell beeinträchtigen. In diesen Fällen tritt selten Juckreiz auf; die beobachteten Läsionen äußern sich als Haarausfall an bestimmten Körperstellen, insbesondere an den Flanken. Obwohl dies häufige Gesundheitsprobleme bei Hunden sind, ist es dennoch möglich, diesen dermatologischen Problemen vorzubeugen. Eine regelmäßige antiparasitäre Behandlung ist unerlässlich, um Befall zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung, reich an essentiellen Fettsäuren (Omega-3 und 6), stärkt die Hautbarriere.
Schließlich begrenzt eine angepasste Pflege mit sanften Produkten und guter Hygiene Irritationen. Bei Hunden mit atopischer Dermatitis können das Vermeiden von Allergenen und spezifische Behandlungen erforderlich sein (entzündungshemmende Medikamente, Antihistaminika, Biologika...). Ideal ist es, dies mit einem Tierarzt zu besprechen, der auf Dermatologie spezialisiert ist, da eine angepasste Behandlung und regelmäßige Kontrollen unerlässlich sind, um Schübe zu begrenzen und die Lebensqualität des Hundes zu verbessern.
Fettleibigkeit & Gelenkprobleme
Ein weiteres häufiges Gesundheitsproblem bei Hunden, das genannt werden kann, ist die Adipositas beim Hund, die in Frankreich ein wachsendes Problem darstellt. Studien schätzen, dass 37 % der Hunde übergewichtig oder fettleibig sind, wobei 3 % als fettleibig gelten (Quelle: facco.fr). Diese Erkrankung ist besorgniserregend, da Fettgewebe ein sezernierendes Gewebe für Entzündungsfaktoren ist, was jede Begleiterkrankung verschlimmern wird. Insbesondere erhöht es das Risiko von Gelenkproblemen, insbesondere Arthrose. Eine Studie der Universität Liverpool und des Waltham Centre for Pet Nutrition ergab, dass übergewichtige Hunde eine um bis zu zweieinhalb Jahre kürzere Lebenserwartung haben als ihre normalgewichtigen Artgenossen (Quelle: avma.org). Die Prävention von Fettleibigkeit und damit verbundenen Gelenkproblemen umfasst mehrere Maßnahmen:
- Ausgewogene Ernährung: Wählen Sie eine Nahrung, die auf den Energiebedarf des Hundes abgestimmt ist (Vermeidung von Kalorienüberschuss), mit einer Zufuhr von hochwertigen Proteinen zur Erhaltung einer guten Muskelmasse und Omega-3-EPA/DHA zur Begrenzung der mit Übergewicht verbundenen Entzündungen.
- Regelmäßige körperliche Aktivität: Fördern Sie angemessene Übungen, um ein gesundes Gewicht zu halten und die Gelenk unterstützende Muskulatur zu stärken.
- Tierärztliche Betreuung: Sie ist unerlässlich, um eine wirksame und für den Hund unbedenkliche Diät zur Gewichtsreduktion durchzuführen.