Wie passt man die Ernährung seines Hundes bei Arthrose an?

Erster Schritt: Übergewicht vorbeugen oder behandeln
Arthrose ist nicht nur eine mechanische Abnutzung der Gelenke: Es ist eine chronisch entzündliche Erkrankung. Das bedeutet, dass der Körper ständig einen Zustand niedriggradiger Entzündung aufrechterhält, der die Schmerzen verschlimmert und den Abbau des Knorpels beschleunigt. Ein oft unterschätzter Schlüsselfaktor ist das Übergewicht. Die zusätzlichen Pfunde üben nicht nur zusätzlichen Druck auf die Gelenke aus: Das Fettgewebe selbst trägt aktiv zur Entzündung bei.
Tatsächlich sind die Fettzellen (Adipozyten genannt) nicht inert: Sie produzieren lokal proinflammatorische Moleküle, die in den umgebenden Geweben wirken. Dies wird als ihre exokrine Funktion bezeichnet. Sie setzen insbesondere Substanzen wie TNF-α oder IL-6 frei, die Gelenkschmerzen verstärken und die Entzündung aufrechterhalten können. Von Übergewicht spricht man, sobald das Tier sein Idealgewicht um 10 bis 15 % überschreitet. Das mag wenig erscheinen, reicht aber aus, um seinen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht zu bringen und die Gelenkentzündung zu verschlimmern. Wenn beispielsweise ein Hund 10 kg wiegen sollte, gilt er ab 11 bis 11,5 kg als übergewichtig.
Mit anderen Worten, selbst ein moderater Gewichtsüberschuss kann Arthrose nicht nur mechanisch, sondern auch biologisch verschlimmern. Daher ist es wichtig, die Ernährung anzupassen, um ein Idealgewicht zu halten oder wiederzuerlangen, während gleichzeitig die für die Gelenkunterstützung notwendigen Nährstoffe zugeführt werden.
Interessante Nährstoffzufuhr zur Unterstützung der Gelenke
Omega-3-Fettsäuren: wichtige Verbündete gegen Entzündungen
Zu den nützlichsten Nährstoffen gehören langkettige Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure). Diese Omega-3-Fettsäuren, die hauptsächlich aus Fischölen (Lachs, Sardine, Makrele) gewonnen werden, haben eine anerkannte entzündungshemmende Wirkung. Sie begrenzen die Produktion proinflammatorischer Mediatoren, die an Gelenkschmerzen beteiligt sind. Aber nicht alle Omega-3-reichen Produkte sind gleich. Diese Fettsäuren sind sehr oxidationsempfindlich: Bei Kontakt mit Luft, Licht oder Wärme zersetzen sie sich schnell und verlieren ihre Wirksamkeit, oder werden sogar prooxidativ, wenn sie ranzig sind. Es ist daher unerlässlich, „vollständige diätetische Lebensmittel, die speziell für die Gelenkunterstützung formuliert wurden und deren Zusammensetzung und Konzentrationen kontrolliert sind“, zu bevorzugen. Die Verwendung der Bezeichnung „diätetisch“ bezieht sich auf die Einhaltung der Vorschriften für Lebensmittel für besondere Ernährungszwecke, die Mindestgehalte an Omega-3 vorschreiben. Bei der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln auf Basis von Fisch-/Krillöl oder Algen ist es ratsam, ein Qualitätsprodukt zu wählen, idealerweise in versiegelten Kapseln oder in kleinen undurchsichtigen Flaschen mit Zusatz von Vitamin E als Antioxidans. Zur Sicherheit ist es ratsam, das Produkt nach dem Öffnen im Kühlschrank aufzubewahren. In jedem Fall ist es besser, sich an bekannte Hersteller zu wenden, die regelmäßige Qualitätskontrollen ihrer Produkte durchführen. Tatsächlich werben einige Produkte mit „reich an Omega-3“, aber die Mengen an EPA und DHA sind nicht immer ausreichend, oder die Fettsäuren können während der Herstellung oder Lagerung oxidiert sein.
Glucosamin und Chondroitin zur Unterstützung des Knorpels
Diese Inhaltsstoffe, die oft in Nahrungsergänzungsmitteln oder "Gelenk"-Futtermitteln kombiniert werden, sollen den Gelenkknorpel schützen oder unterstützen. Ihre Wirksamkeit variiert je nach Individuum, und es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens über die Wirksamkeitsnachweise, aber einige Hunde profitieren tatsächlich von einer verbesserten Mobilität.
Weitere unterstützende Inhaltsstoffe
Hydrolysiertes marines Kollagen kann aufgrund seiner guten Absorption und seiner Rolle bei der Stimulierung der Knorpelregeneration in Betracht gezogen werden. In der Phytotherapie sind mehrere Pflanzen für ihre entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bekannt, wie Kurkuma, Teufelskralle oder Braunwurz, Mädesüß... Diese Pflanzen können in richtiger Dosierung und pharmazeutischer Qualität eine nützliche Ergänzung zur Ernährung sein, um Arthrose besser zu behandeln.

Industrielle Nahrung oder selbst zubereitete Rationen: Welche Wahl für meinen arthrosekranken Hund?
Die Wahl zwischen industriellem Futter und selbst zubereiteten Rationen hängt von mehreren Faktoren ab: den Vorlieben des Besitzers, den spezifischen Bedürfnissen des Hundes und praktischen Einschränkungen. Speziell für Arthrose entwickelte industrielle Diätfuttermittel bieten den Vorteil einer ausgewogenen, stabilen und kontrollierten Zusammensetzung mit garantierten Mengen an Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien und gezielten Nährstoffen. Sie sind oft mit Wirkstoffen angereichert und leicht zu verabreichen. Die selbst zubereitete Ration bietet maximale Anpassungsmöglichkeiten, insbesondere zur Anpassung der Mengen und der Qualität der Zutaten. Sie erfordert jedoch gute Ernährungskenntnisse und eine regelmäßige Überwachung, um Mängel oder Ungleichgewichte zu vermeiden.